Präsident Donald Trump warf dem Iran vor, die Bedingungen des zweiwöchigen Waffenstillstandsabkommens zu brechen. Er behauptete, Teheran erfülle seine Verpflichtungen, den Öltransport durch die Meerenge von Hormus zu ermöglichen, nur 'sehr schlecht' und warnte davor, Gebühren von Schiffen zu verlangen, die die strategisch wichtige Wasserstraße nutzen.

Die Vorwürfe, die Trump am Donnerstag in einer Reihe von Social-Media-Posts äußerte, stellen die fragile Waffenruhe infrage, die erst zwei Tage zuvor angekündigt worden war. Schifffahrtsdaten zeigten, dass seit Inkrafttreten des Waffenstillstands nur zehn Schiffe die 167 Kilometer lange Meerenge passiert hatten, darunter lediglich ein nicht-iranischer Öltanker.

Der Iran macht einen sehr schlechten Job – manche würden sagen unehrenhaft – dabei, Öl durch die Meerenge von Hormus zu lassen. Das ist nicht die Vereinbarung, die wir haben!

Donald Trump, US-Präsident — Truth Social

Die Meerenge von Hormus ist ein entscheidender Engpass für die globale Energieversorgung: Etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und verflüssigten Erdgases passieren täglich die Wasserstraße. Der Iran hatte die Meerenge nach den gemeinsamen US-israelischen Angriffen vom 28. Februar blockiert, sich aber im Rahmen der am Dienstag bekannt gegebenen Waffenruhe bereit erklärt, sie wieder zu öffnen.

Trumps Tonfall hatte sich im Vergleich zu seinen zuvor optimistischen Äußerungen gegenüber NBC News deutlich verschärft, wo er noch zuversichtlich über ein Friedensabkommen mit dem Iran gesprochen hatte. Der Sinneswandel fiel mit Berichten zusammen, dass der Iran möglicherweise Gebühren von Schiffen erheben könnte, die die Meerenge durchqueren – möglicherweise zur Finanzierung des Wiederaufbaus nach den jüngsten Angriffen.

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Die BBC stellt dies als Teil der umfassenderen Verwirrung um den Waffenstillstand im Nahen Osten dar und betont die Fragilität der Vereinbarungen. Sie verbindet die Streitigkeiten um Hormus mit den anhaltenden Spannungen zwischen Israel und dem Libanon. Die Berichterstattung spiegelt die traditionelle Rolle Großbritanniens als diplomatischer Vermittler wider und konzentriert sich auf die Komplexität der sich überschneidenden Konflikte, ohne Partei in der US-Iran-Debatte zu ergreifen.