Der Abgeordnete Eric Swalwell gab am Montag seinen Rücktritt aus dem Kongress bekannt und gab damit dem wachsenden Druck von beiden Parteien nach, nachdem ihn vier Frauen des sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt hatten – von unerwünschten Avancen bis hin zu Vergewaltigung.

Die Entscheidung des Demokraten aus Kalifornien fiel nur einen Tag nach der Aussetzung seines Wahlkampfs um das Gouverneursamt, was einen rasanten Absturz für den siebenfachen Kongressabgeordneten markiert. Swalwell galt bis dahin als Favorit, um Gouverneur Gavin Newsom nachzufolgen.

Jemanden aus dem Kongress zu entfernen, ohne ein faires Verfahren, nur wenige Tage nach einer Anschuldigung, ist falsch. Aber es ist auch falsch, dass meine Wähler unter meiner Ablenkung von meinen Pflichten leiden. Deshalb plane ich, mein Mandat im Kongress niederzulegen.

Eric Swalwell — NPR

Die Vorwürfe kamen erstmals letzte Woche ans Licht, als eine ehemalige Mitarbeiterin der San Francisco Chronicle berichtete, Swalwell habe sie zweimal sexuell belästigt, darunter einmal 2024, nachdem sie bereits nicht mehr für ihn gearbeitet hatte. Die Frau, die 2019 als junge Erwachsene eingestellt worden war, schilderte, wie sie in einem Hotelzimmer in New York angeblich aus dem Schlaf gerissen wurde und ihn aufforderte, aufzuhören.

Drei weitere Frauen meldeten sich daraufhin mit ähnlichen Anschuldigungen, darunter Vorwürfe, Swalwell habe ihnen unaufgefordert Nacktfotos geschickt und unerwünschten körperlichen Kontakt hergestellt. CNN berichtete über die Aussagen aller vier Frauen, deren Identitäten jedoch nicht öffentlich gemacht wurden.

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NPR beschreibt dies als einen prozeduralen politischen Vorgang und betont die Bedenken Swalwells hinsichtlich eines fairen Verfahrens, während gleichzeitig die schnelle Distanzierung der demokratischen Führung hervorgehoben wird. Die Berichterstattung konzentriert sich auf die institutionellen Auswirkungen und den Zeitplan der Ereignisse, ohne Partei für oder gegen die Anschuldigungen zu ergreifen.