Präsident Donald Trump erklärte, Iran verfüge über keine Verhandlungsmacht außer seiner Kontrolle über die Straße von Hormuz, während Vizepräsident JD Vance zu entscheidenden Friedensgesprächen nach Pakistan aufbrach, um den eskalierenden Konflikt zu beenden.

Die Iraner scheinen nicht zu begreifen, dass sie keine Karten haben, außer einer kurzfristigen Erpressung der Welt durch die Nutzung internationaler Wasserstraßen. Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!

Donald Trump — Truth Social

Die Gespräche in Islamabad stellen den bedeutendsten diplomatischen Versuch dar, die Krise seit der Ankündigung eines zweiwöchigen Waffenstillstands am Dienstag zu lösen. Dennoch bleibt die Straße von Hormuz weitgehend für die Schifffahrt geschlossen, da Teherans Drohungen die meisten Schiffe davon abhalten, die Wasserstraße zu durchqueren, die ein Fünftel des globalen Rohöls transportiert.

"Der einzige Grund, warum sie heute noch am Leben sind, ist, um zu verhandeln!"

Trump verschärfte am Freitag seine Rhetorik und teilte dem New York Post mit, dass US-Kriegsschiffe mit modernster Bewaffnung für mögliche Angriffe neu bestückt werden, falls die Verhandlungen scheitern.

Wir laden die Schiffe mit den besten Munition, den besten Waffen, die es je gab – sogar besser als das, was wir zuvor hatten, und wir haben sie in Stücke geblasen. Und wenn wir keine Einigung erzielen, werden wir sie einsetzen, und zwar sehr effektiv.

Donald Trump — New York Post

Iran reagierte, indem es feste Vorbedingungen für die Gespräche stellte. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf forderte, dass israelische Angriffe auf den Libanon eingestellt und Irans eingefrorene Vermögenswerte freigegeben werden müssten, bevor Verhandlungen beginnen können.

Zwei der zwischen den Parteien vereinbarten Maßnahmen wurden noch nicht umgesetzt: ein Waffenstillstand im Libanon und die Freigabe Irans blockierter Vermögenswerte vor Beginn der Verhandlungen. Diese beiden Punkte müssen erfüllt sein, bevor die Gespräche beginnen.

Mohammad Bagher Ghalibaf — X

Vance warnte Teheran davor, die Verhandlungen manipulieren zu wollen, als er mit Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner nach Islamabad aufbrach.

Wenn die Iraner bereit sind, in gutem Glauben zu verhandeln, sind wir durchaus bereit, die offene Hand zu reichen. Wenn sie versuchen, uns zu täuschen, werden sie feststellen, dass das Verhandlungsteam nicht besonders empfänglich dafür ist.

JD Vance — Joint Base Andrews

Die Verhandlungen stehen vor mehreren ungelösten Punkten jenseits der Straße von Hormuz. Die USA fordern, dass Iran seine Bestände an hochangereichertem Uran abgibt, während Iran Garantien gegen weitere Angriffe der USA und Israels verlangt. Der Standort von Irans Uranbeständen, der Zeitplan für die Wiederherstellung der normalen Schifffahrt und Irans Raketenprogramm bleiben ungeklärt.

Trumps abwertende Sprache gegenüber Iran erinnert an seine Konfrontation mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Februar, als er dem ukrainischen Führer sagte: 'Sie haben keine Karten'. Diese Parallele legt nahe, dass Trump beide Konflikte eher durch die Brille von Verhandlungsmacht und Position als durch umfassendere geopolitische Überlegungen betrachtet.

Papst Leo übte eine verdeckte Kritik an der US-israelischen Militäroffensive und erklärte, Gewalt könne keine Bedingungen für einen dauerhaften Frieden schaffen.

Militärisches Handeln wird keinen Raum für Freiheit oder Zeiten des Friedens schaffen, die nur durch geduldige Förderung des Zusammenlebens und des Dialogs zwischen den Völkern entstehen.

Papst Leo — X

Die Gespräche finden vor dem Hintergrund steigender Opferzahlen und wirtschaftlicher Störungen statt. Iranische Behörden berichten von über 3.000 Toten, während die Ölpreise weltweit aufgrund der Schließung der Straße von Hormuz gestiegen sind. Ob Trumps konfrontativer Ansatz Ergebnisse bringen oder die Spannungen weiter eskalieren lässt, bleibt die zentrale Frage, während Diplomaten in Pakistan zusammenkommen.

◈ So sieht die Welt diese Nachricht5 perspektiven
Überwiegend Analytisch4 Analytisch1 Kritisch
🇮🇳India
The Hindu
Analytisch

The Hindu betrachtet die Geschichte durch die Linse regionaler Stabilität und Energiesicherheit und betont die wirtschaftlichen Folgen der Schließung der Straße von Hormuz. Als großer Ölimporteur, der von Lieferungen aus dem Nahen Osten abhängig ist, liegt der Fokus Indiens auf der dringenden Notwendigkeit einer diplomatischen Lösung, um die Schifffahrtsrouten wieder zu normalisieren.

🇺🇦Ukraine
Ukrainska Pravda
Kritisch

Ukrainische Medien ziehen explizite Parallelen zwischen Trumps abwertender Rhetorik gegenüber Iran und seiner früheren Konfrontation mit Selenskyj über die Verhandlungsposition der Ukraine mit Russland. Diese Darstellung lässt Zweifel an Trumps diplomatischem Ansatz erkennen und unterstreicht Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der USA als Verbündeter.

🇹🇷Turkey
Hurriyet Daily News
Analytisch

Die türkische Berichterstattung betont die regionalen diplomatischen Dynamiken und die mögliche Rolle der Türkei als Vermittlerin zwischen den USA und Iran. Der Artikel rahmt die Geschichte im Kontext des Machtgleichgewichts im Nahen Osten ein und spiegelt die Position der Türkei als NATO-Mitglied mit komplexen Beziehungen in der Region wider.

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