US-Vizepräsident JD Vance traf am Dienstag in Ungarn ein, um gemeinsam mit Ministerpräsident Viktor Orbán aufzutreten. Damit erhält der ungarische Regierungschef eine beispiellose Unterstützung aus den USA, obwohl er vor seiner härtesten Wahlschlacht seit Jahrzehnten steht.
Der zweitägige Besuch findet nur fünf Tage vor der ungarischen Parlamentswahl am 12. April statt. Umfragen zeigen, dass Orbáns Partei Fidesz der oppositionellen Tisza-Partei mit 8 bis 20 Prozentpunkten hinterherhinkt. Vance wird bei einer Kundgebung mit Orbán in einem Budapester Fußballstadion sprechen und bilaterale Gespräche zur US-ungarischen Beziehung führen.
Ich freue mich darauf, meinen guten Freund Viktor zu treffen, und wir werden über eine Reihe von Themen im Zusammenhang mit der US-ungarischen Beziehung sprechen.
JD Vance, US-Vizepräsident — The Hindu
Der Besuch markiert einen deutlichen Bruch mit der traditionellen amerikanischen Zurückhaltung in ausländischen Wahlen. Präsident Donald Trump hat Orbán bereits öffentlich unterstützt und ihn als „wahren starken und mächtigen Führer“ bezeichnet, der zeige, „was möglich ist, wenn man seine Grenzen, Kultur, Traditionen, Souveränität und Werte verteidigt“.
Orbán steht vor seiner größten Herausforderung durch Péter Magyar, einen ehemaligen Fidesz-Insider, der vor zwei Jahren die Partei verließ, um die bürgerlich-konservative Tisza-Partei zu gründen. Magyars Kampagne konzentriert sich auf Korruption, den Verfall sozialer Dienstleistungen und das angespannte Verhältnis Ungarns zur Europäischen Union.
Rahmt Vance’ Besuch als beispiellose Einmischung in die europäische Demokratie ein und betont den Bruch mit traditionellen diplomatischen Normen. Hebt Bedenken hinsichtlich demokratischer Rückschritte und Orbáns autoritärer Tendenzen hervor – eine Perspektive, die Frankreichs generelle Skepsis gegenüber illiberalen Bewegungen in der EU widerspiegelt.