Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf am Dienstag in Berlin mit Bundeskanzler Friedrich Merz zu hochrangigen Regierungsberatungen zwischen den beiden Ländern zusammen.
Das Treffen unterstreicht Deutschlands Aufstieg zum wichtigsten internationalen Unterstützer der Ukraine, nachdem die amerikanische Unterstützung unter Präsident Donald Trump reduziert wurde. Berlin hat die Rolle übernommen, die bisher Washington als Hauptmilitär- und Finanzgeber für Kiew in dessen Verteidigung gegen die russische Invasion innehatte.
Heute finden die deutsch-ukrainischen Regierungsberatungen im Kanzleramt statt. Bundeskanzler Merz wird unter anderem den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin begrüßen.
Regierungssprecher der Bundesregierung — Euronews
Die diplomatische Initiative findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die von den USA geführten Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine feststecken. Kiew hat Gebietsabtretungen abgelehnt, die ukrainisches Land an Moskau abtreten würden, und blockiert damit den Friedensprozess.
Deutschlands Unterstützung geht über traditionelle Hilfspakete hinaus. Das Land bemüht sich aktiv darum, ukrainische militärische Innovationen in die eigenen Verteidigungsfähigkeiten zu integrieren und erkennt dabei die Gefechtserfahrung der Ukraine in der modernen Kriegsführung an. Selenskyj besuchte bereits im Februar eine Einrichtung in der Nähe von München, die Drohnen nach ukrainischen Designs produziert.
Betont die praktischen Aspekte der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit, insbesondere den Technologietransfer in der Verteidigung und die Unterstützung von Geflüchteten. Rahmt Deutschlands erweiterte Rolle als natürliche Weiterentwicklung europäischer Verantwortung und nicht als Reaktion auf das amerikanische Desengagement. Der Fokus liegt auf institutioneller Kontinuität.