Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat alle medizinischen Evakuierungen aus Gaza nach Ägypten nach einem tödlichen Sicherheitsvorfall ausgesetzt, bei dem am Montag ein Vertragspartner getötet wurde.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bestätigte, dass die Aussetzung bis auf Weiteres bestehen bleibe. Zwei WHO-Mitarbeiter seien bei dem Vorfall anwesend gewesen, hätten aber unverletzt fliehen können, wie die Organisation mitteilte.
Une personne engagée pour fournir des services à l'Organisation à Gaza a été tuée aujourd'hui
Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO-Generaldirektor — Le Monde
Das israelische Militär widersprach einigen Details und gab an, dass zwei lokale WHO-Mitarbeiter bei dem Vorfall verletzt worden seien. Die Umstände würden derzeit untersucht. Die Identität des getöteten Vertragspartners wurde nicht bekannt gegeben.
Die Aussetzung unterbricht eine lebenswichtige Verbindung für die verwundbarsten Patienten in Gaza. Der Rafah-Grenzübergang ist die einzige Route für medizinische Evakuierungen, die israelisch kontrolliertes Gebiet umgeht. Sie dient Patienten mit chronischen Krankheiten, Krebs und Kriegsverletzungen, die im zerstörten Gesundheitssystem Gazas keine angemessene Behandlung erhalten können.
Le Monde betrachtet die Geschichte aus humanitärer Perspektive und betont die institutionelle Reaktion der WHO sowie die Unterbrechung medizinischer Versorgung. Das französische Medium konzentriert sich auf die prozeduralen Aspekte der Aussetzung und verwendet eine zurückhaltende Sprache zum Sicherheitsvorfall, was Frankreichs diplomatischen Ansatz im Konflikt widerspiegelt.