Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten haben mit der Blockade iranischer Häfen begonnen – eine Eskalation der angespannten Lage aufgrund der Schließung der Straße von Hormuz durch den Iran. Dies gab Präsident Donald Trump am Montag bekannt.

Die Blockade richtet sich gegen den gesamten Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen, nachdem Teheran die strategisch wichtige Wasserstraße vor sechs Wochen effektiv gesperrt hatte. Dadurch wurde ein Fünftel des globalen Öltransits unterbrochen und die Energiepreise weltweit in die Höhe getrieben.

Wir können nicht zulassen, dass ein Land die Welt erpresst oder erzwingt – denn genau das tut es gerade.

Donald Trump, US-Präsident — Euronews

Laut Schiffsverfolgungsdaten drehten mindestens zwei Tanker am Montagabend ab, als die US-Marine mit der Durchsetzung der Blockade begann. Die britische Behörde UK Maritime Trade Operations erklärte, die Blockade umfasse „die gesamte iranische Küste, einschließlich Häfen und Energieinfrastruktur“.

Vor der Schließung durch den Iran passierten täglich über 100 Schiffe die Straße. Seit Beginn eines Waffenstillstands vor etwa sechs Wochen sind nur etwa 40 Schiffe durchgefahren. Teheran lässt dabei gezielt Schiffe aus Ländern passieren, die nicht mit den USA oder Israel verbündet sind – allerdings gegen hohe Gebühren.

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Euronews stellt die Situation als eine Geschichte der wirtschaftlichen Erpressung dar und betont die globalen Folgen des unterbrochenen Öltransits. Die Berichterstattung präsentiert sowohl die US-Rechtfertigungen als auch die iranischen Reaktionen, wobei die europäische Perspektive die weltweiten wirtschaftlichen Auswirkungen hervorhebt und sich analytisch von den militärischen Drohgebärden beider Seiten distanziert.