Israelische und libanesische Vertreter trafen sich am Dienstag in Washington zu ihren ersten direkten diplomatischen Gesprächen seit 1993 – ein historischer Moment trotz erbitterter Opposition von Hezbollah und geringen Aussichten auf einen Durchbruch.
Außenminister Marco Rubio vermittelte die Sitzung zwischen den israelischen und libanesischen Botschaftern in Washington sowie dem US-Botschafter in Beirut. Die Gespräche zielten darauf ab, die Sicherheit der nördlichen Grenze Israels und die Souveränität Libanons über sein Staatsgebiet zu thematisieren.
Die israelische und die libanesische Regierung führen offene, direkte Gespräche auf hoher Ebene – die ersten dieser Art seit 1993 – vermittelt durch die Vereinigten Staaten
Außenministeriumsvertreter — Al-Monitor
Die Verhandlungen finden statt, während der Libanon weiterhin von dem anhaltenden Konflikt verwüstet wird, der am 2. März begann, als Hezbollah Israel angriff. Israelische Angriffe haben mehr als 2.000 Menschen getötet und über eine Million libanesische Zivilisten vertrieben. Israelische Bodentruppen sind nach einem massiven Beschuss Beiruts am 8. April in den Süden Libanons eingedrungen.
Beide Seiten traten mit unvereinbaren Positionen in die Gespräche ein. Israel fordert die vollständige Entwaffnung und den Abzug von Hezbollah aus dem Libanon, während der Libanon einen sofortigen Waffenstillstand ohne Vorbedingungen anstrebt.
France 24 rahmt die Gespräche als seltene diplomatische Gelegenheit ein, betont aber gleichzeitig die strukturellen Hindernisse. Dies spiegelt Frankreichs traditionelle Rolle als Vermittler in libanesischen Angelegenheiten wider. Der Sender verbindet Hoffnung auf diplomatischen Fortschritt mit einer realistischen Einschätzung von Hezbollahs Störpotenzial – konsistent mit französischen Interessen an libanesischer Stabilität.