Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat die Streitkräfte angewiesen, ihre Militäroperationen im Süden des Libanons deutlich auszuweiten. Dies markiert eine bedeutende Eskalation des anhaltenden Konflikts, der den Libanon in den breiteren Krieg im Nahen Osten gezogen hat.
Ich habe nun angewiesen, die bestehende Sicherheitszone weiter auszuweiten, um die Bedrohung durch Invasion endgültig abzuwehren und das Feuer mit Anti-Panzerraketen von unserer Grenze fernzuhalten.
Benjamin Netanyahu, israelischer Premierminister — SBS News
Die Anweisung erfolgt, während israelische Truppen auf den Litani-Fluss vorrücken, der etwa 30 Kilometer nördlich der Grenze zwischen Israel und dem Libanon liegt. Letzte Woche hatte Israels Verteidigungsminister Israel Katz Pläne angekündigt, wonach die Streitkräfte Brücken kontrollieren und eine Sicherheitszone bis zum Fluss einrichten sollen. Netanyahus Büro hat jedoch keine weiteren Details zu den erweiterten Operationen bekannt gegeben.
Die Eskalation folgte auf das Eintreten des Libanons in den Konflikt am 2. März, als die von Iran unterstützte Hisbollah als Reaktion auf gemeinsame US-israelische Angriffe auf den Iran am 28. Februar Raketen auf Israel abfeuerte. Die militantengruppe führt ihre Offensivoperationen fort und bezeichnet dies als Widerstand gegen israelische Aktivitäten in der Region.
Die Opferzahlen spiegeln die zunehmende Intensität des Konflikts wider. Laut Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums haben israelische Luftangriffe und Bodenoperationen mehr als 1.100 Menschen im Libanon getötet, darunter Kinder, Frauen und medizinisches Personal. Hisbollah soll seit Beginn ihrer Kampagne über 400 Kämpfer verloren haben, während das israelische Militär den Tod von vier Soldaten in Kämpfen im Süden des Libanons bestätigt.