Ein Wolf griff am Montagabend eine Frau in einer belebten Einkaufsstraße in Hamburg an. Damit ist es der erste dokumentierte Fall, in dem ein Wolf seit der Rückkehr der Art nach Deutschland vor 26 Jahren einen Menschen gebissen hat.

Der Angriff ereignete sich in der Großen Bergstraße im Hamburger Stadtteil Altona, in der Nähe eines innerstädtischen Ikea-Marktes. Die Frau versuchte, das desorientierte Tier von der Einkaufsstraße wegzuführen, als es sie ins Gesicht biss und anschließend floh.

Notfallkräfte behandelten die Frau am Tatort, bevor sie in ein Krankenhaus gebracht wurde, wo ihre Wunde genäht wurde. Sie wurde inzwischen entlassen.

"Seit Beginn der Wiederansiedlung im Jahr 1998 gab es keinen vergleichbaren Fall"

Seit Beginn der Wiederansiedlung im Jahr 1998 gab es keinen vergleichbaren Fall

Sprecherin des Bundesamtes für Naturschutz — dpa

Die Polizei entdeckte den Wolf später beim Schwimmen im Binnenalster-See im Zentrum Hamburgs. Beamte benötigten etwa eine Stunde, um das Tier mit Seilen und Schutzschilden einzufangen, da es sich widersetzte. Anschließend wurde der Wolf von einem Jäger betäubt.

◈ So sieht die Welt diese Nachricht2 perspektiven
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🇩🇪Germany
BBC
Analytisch

BBC stellt den Vorfall als ungewöhnliches Ereignis dar, das ein ausgewogenes Wildtiermanagement erfordert. Der Bericht betont die Erklärungen von Experten zum Verhalten des Wolfs und verweist auf die kürzlichen politischen Änderungen in Deutschland, die kontrollierte Jagd ermöglichen.

🇳🇱Netherlands
NOS
Analytisch

NOS sieht den Angriff als erwartbare Folge der Rückkehrmuster von Wölfen in Europa. Der Bericht konzentriert sich auf die Analyse von Experten, die das normale Ausbreitungsverhalten der Wölfe erklären und die ungewöhnlichen Stressfaktoren, die zum Angriff führten.