Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) stufte Kaiserpinguine am Donnerstag von „potenziell gefährdet“ auf „gefährdet“ hoch. Dies markiert eine dramatische Verschärfung des Aussterberisikos der Art, da das antarktische Meereis Rekordtiefs erreicht.
Satellitendaten zeigen, dass die Population der Kaiserpinguine zwischen 2009 und 2018 um 10 Prozent schrumpfte – ein Verlust von über 20.000 adulten Vögeln. Die IUCN prognostiziert, dass sich die Population ohne rasche Emissionsreduzierungen bis in die 2080er Jahre halbieren wird.
Die größte Pinguinart der Welt ist vollständig auf stabiles „Festeis“ – an Küsten oder dem Meeresboden verankertes Meereis – für Brut, Mauser und Aufzucht der Küken angewiesen. Wenn dieses Eis aufgrund steigender Temperaturen zu früh bricht, können ganze Kolonien ins Meer stürzen, wodurch Küken ertrinken, bevor sie wasserdichte Federn entwickeln.
Nach sorgfältiger Abwägung verschiedener möglicher Bedrohungen kamen wir zu dem Schluss, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel die größte Bedrohung für Kaiserpinguine darstellt.
Dr. Philip Trathan, IUCN Penguin Specialist Group — ABC News Australia
Vier von fünf bekannten Brutstätten im Bellingshausen-Meer brachen 2022 zusammen, wobei Tausende Küken verloren gingen. Eine weitere Kolonie im Weddell-Meer scheiterte 2016. Das antarktische Meereis ist seit 2016 deutlich zurückgegangen und betrifft fast die Hälfte aller bekannten Kaiserpinguin-Kolonien auf dem Kontinent.
DW stellt dies als direkte Folge des menschengemachten Klimawandels dar und betont die Dringlichkeit von Emissionsreduzierungen. Die Berichterstattung positioniert dies als Versagen globaler Klimapolitik und spiegelt Deutschlands führende Rolle in der europäischen Umweltpolitik sowie die Kritik an unzureichenden internationalen Klimazusagen wider.