Die Crew von Artemis II erreichte am Samstag den Halbzeitpunkt zwischen Erde und Mond – das erste Mal seit 1972, dass Menschen diese Distanz von unserem Planeten aus zurückgelegt haben. Das Dashboard der NASA zeigte die Orion-Raumkapsel 142.000 Meilen von der Erde und 132.000 Meilen vom Mond entfernt, während die vier Astronauten ihre Reise zu einem geplanten Mond-Vorbeiflug fortsetzten.

Mission Commander Reid Wiseman machte Aufnahmen, die die NASA als „spektakulär“ bezeichnete: hochauflösende Bilder der Erde aus den Fenstern der Raumkapsel. Das erste Bild mit dem Titel „Hello, World“ zeigt den blauen Atlantik, eingerahmt vom atmosphärischen Leuchten, während die Erde die Sonne verdeckt und grüne Polarlichter an beiden Polen sichtbar sind. Links sind die westliche Sahara und die Iberische Halbinsel zu erkennen, rechts der Osten Südamerikas, während die Venus rechts unten am Horizont glänzt.

Wir können den Mond gerade durch das Andockfenster sehen – es ist ein wunderschöner Anblick

Christina Koch, Missionsspezialistin — Bangkok Post

Der Meilenstein wurde zwei Tage, fünf Stunden und 24 Minuten nach dem Start der Raumkapsel vom Kennedy Space Center in Florida erreicht. Die Crew erreichte diese Position nach einem erfolgreichen Einschussmanöver in die Mondbahn, das sie aus der Erdumlaufbahn auf eine Schleifenbahn um die Rückseite des Mondes brachte.

Der kanadische Astronaut Jeremy Hansen, der seine erste Reise ins All unternimmt, beschrieb die Erfahrung während einer Pressekonferenz als transformierend. Die Crew führt derzeit Gerätetests, medizinische Demonstrationen und Vorbereitungen für wissenschaftliche Beobachtungen durch, die sie während des sechsstündigen Mond-Vorbeiflugs am Montag vornehmen werden.

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Die BBC rahmt Artemis II als triumphale Rückkehr zur Erforschung des tiefen Weltraums ein und betont die technischen Errungenschaften sowie die spektakulären Bilder, während sie eine objektive Berichterstattung beibehält. Ihre Darstellung hebt die 52-jährige Lücke seit den Apollo-Missionen hervor und positioniert dies als bedeutenden Meilenstein der Weltraumforschung ohne geopolitische Kommentare.